Windpark Lavesum / HalternWGH fordert ausreichenden Schutz der Anwohner des Windparks Lavesum / Sythen in Haltern am See

In einer turbulenten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses vertrat die WGH ihre Position zu den derzeitigen Planungen des Windpark „Haltern“.

Nachdem die Windvorrangzonen Lavesum / Sythen  ausgewiesen worden sind - die Planungen gingen von 150m hohen Windenergieanlagen aus – findet jetzt eine Feinsteuerung zur Optimierung der Windindustrieanlagen in den Konzentrationszonen statt. Ausgehend von 200m hohen Anlagen wird versucht, die größtmögliche Anzahl an Windindustrieanlagen mit einer Höhe von 200m zu errichten. Hier kann man den Eindruck gewinnen, dass ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimiert wurde. 11 Häuser stehen im Bereich von 400 – 500m Abstand

Da nur „circa“ Abstände angegeben wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Anlagen auch knapp unter 400m Abstand zu Wohnhäusern gebaut werden könnten. Der Wertverlust dürfte nach den Erfahrungen in anderen Regionen immens sein. Gesundheitliche Schäden, z.B. infolge Infraschall und Schattenschlag sind vorprogrammiert. Schlaflosigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwächen, Herzbeschwerden sind typische Folgen hervorgerufen durch Windräder, die zu nah an der Wohnbebauung stehen. Schwangere sind besonders betroffen. Entsprechende fachlich abgesicherte Untersuchungen liegen bereits vor, werden aber weiterhin ignoriert.

Die WGH setzt sich dafür ein, dass die Windräder in den Konzentrationszonen mit einem ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung geplant werden, um Schäden vom Bürger fernzuhalten. Ein Abstand von 400m ist definitiv zu wenig. Wer dies weiter ignoriert, setzt die Gesundheit unserer Bürger aufs Spiel.

Darüber hinaus wird unverständlicher Weise behauptet, dass 200m hohe Windräder im Abstand von 400m keine bedrängende Wirkung auslösen. Ja, was denn dann? Müssen die Windmonster erst im Garten stehen, damit man Ihnen eine bedrängende Wirkung zubilligt. Bayern hat erkannt, dass eine Energiewende nicht gegen den Bürger durchgesetzt werden darf. Sie fordern einen vernünftigen Abstand der Windmonster vom 10fachen der Höhe. Die WGH schließt sich dieser Forderung an, da wir der Meinung sind, dass durch diese Regelung eine vernünftige Abwägung der Interessen zum Ausbau der Windenergie und den grundgesetzlich verbrieften Rechten der Bürger auf Schutz des Eigentums und der Gesundheit gewährleistet ist.

Weitere Punkte, die die WGH am vorliegenden Vorschlag des Bebauungsplanes vorgetragen hat, finden sie hier.

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